Der Kicker startet ein „Transformationsprojekt“ – und trennt sich zuerst von seinen Chefredakteuren. Intern machen sich Sorgen um die redaktionelle Unabhängigkeit breit. Verlegerin Bärbel Schnell versucht zu beschwichtigen.
Warum das wichtig ist: Der Kicker gilt als Leitmedium im deutschen Sport- und Fußballjournalismus und ist zugleich ein Traditionshaus mit etablierter Führung. Der Rauswurf der Chefredakteure war intern wie extern eine Überraschung, die nun angekündigten Maßnahmen sind eine Zäsur.
- Die nun geschassten Chefredakteure waren selbst langjährige Mitarbeiter des Kicker. Alexander Wagner war seit 1997 Teil der Redaktion, wurde 2014 Digitalchef und 2019 Chefredakteur. Jörg Jakob, zuletzt seit elf Jahren Co-Chefredakteur mit Fokus auf die gedruckte Ausgabe, kam 2003 zum Kicker.
- Mit dem „Transformationsprojekt“ soll eine integrierte Redaktion unter einer Führung stehen. Dafür schafft der Olympia Verlag, der hinter dem Kicker steht, das Chefredakteursprinzip ab. Zukünftig soll ein „Editorial Board“ zuständig sein.
Details: Internes Appell-Schreiben an Verlegerin
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