Anfang 2027 gibt es das Generalsekretariat des Senderverbunds nicht mehr. An seine Stelle tritt eine Geschäftsstelle, die personell aufgestockt wird. Bei der Leitungsposition setzen die Intendanten auf eine interne Lösung. Medieninsider weiß, wer ausgewählt wurde.
In der ARD beginnt der Praxistest am 1. Januar kommenden Jahres. Dann übernimmt mit Radio Bremen die kleinste und budgetschwache ARD-Anstalt den Vorsitz des Senderverbunds vom Hessischen Rundfunk (HR). Zeitgleich geht in Berlin die neue Geschäftsstelle an den Start, die aus dem bisherigen Generalsekretariat hervorgeht. Sie soll künftig den wechselnden ARD-Vorsitz administrativ unterstützen.
Anders als bisher beim Generalsekretariat ist die Hauptaufgabe des Büros „die Organisation der ARD ‘nach Innen’“. So haben es die Bundesländer vorgegeben, auch damit kleinere Anstalten den Vorsitz übernehmen können. Denn die Zeiten sind dann vorbei, dass die vorsitzführende Anstalt hausintern einen eigenen Stab aufbauen muss. Dazu wäre Radio Bremen finanziell gar nicht in der Lage. Als der Südwestrundfunk (SWR) 2023 und 2024 den Vorsitz hatte, richtete er dafür 20 neue Stellen ein.
Wenn ab Januar 2027 Radio-Bremen-Intendantin Yvette Gerner für ein Jahr an der Spitze der ARD steht, wird sie sich somit besonders auf die neue Geschäftsstelle verlassen – und auf deren Leitung. Bei der Besetzung der Stelle, die im Mai vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) ausgeschrieben wurde, haben sich die ARD-Intendanten für eine interne Lösung entschieden.
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