Augsburger Allgemeine: Andreas Scherer und Alexandra Holland ziehen sich aus Management zurück

Die Mediengruppe Pressedruck (Augsburger Allgemeine) versteht sich als Familienunternehmen. Doch die Zeit, in der Familienangehörige auch das operative Geschäft lenken, soll nun vorbei sein: Andreas Scherer und Alexandra Holland ziehen sich aus der Geschäftsführung zurück.

Die Gesellschafterfamilien Scherer und Holland haben sich einer Mitteilung zufolge gemeinsam darauf verständigt, „Familie und Management klar zu trennen“. Sie wollen sich künftig auf ihre Gesellschafterrolle konzentrieren. Dafür laufe bereits die Suche nach einem künftigen Geschäftsführer, der die Führung übernehmen soll.

Andreas Scherer war seit 1997 Sprecher und Vorsitzender der Mediengruppe Pressedruck. Seit 2007 ist er außerdem Erster Vorsitzender des Bayerischen Zeitungsverlegerverbandes. Zum Jahresende will er die Führung nun abgeben und sich von Januar 2025 an im Beirat der Gesellschaft bleiben.

Auch seine Schwägerin Alexandra Holland, die ebenfalls Gesellschafterin der Gruppe ist, scheidet in den kommenden Monaten aus der Geschäftsführung aus. Sie werde sich auf ihre Herausgeberschaft der Augsburger Allgemeinen, ihre Gesellschafterrolle und ihre Arbeit in der Sozialstiftung „Kartei der Not“ konzentrieren, heißt es in der Mitteilung des Verlags.

Kein Teil der Geschäftsführung, aber als Gesellschafterin und Verlegerin doch in vielen Bereichen involviert, war Ellinor Scherer, die Schwester von Alexandra Scherer. Diese Rollen wird sie weiterhin ausfüllen, ebenso wie ihr Engagement als Stiftungsvorsitzende der „Kartei der Not“.

Zur Mediengruppe Pressedruck gehören neben der Augsburger Allgemeinen auch die Würzburger Mediengruppe Main-Post und das Südkurier Medienhaus in Konstanz. Daneben sollender „Ausbau der Medien und Dienstleistungen in den Bereichen Radio, Fernsehen, Internet, Call-Center, Briefzustellung, Logistik, Corporate Publishing und Direktverteilung“ weiter im strategischen Fokus Gruppe stehen, wie es in der Mitteilung heißt. Insgesamt biete die Gruppe heute zirka 4000 Arbeitsplätze.

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