Die Zukunft des Journalismus entscheidet sich nicht mehr zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Medien, sondern zwischen journalistischen Werten und der Logik der Creators. Ein Blick auf die neue Frontlinie der Aufmerksamkeit.
In der Schweiz haben die Menschen verstanden, was auf dem Spiel steht: Mit deutlicher Mehrheit votierten sie am Sonntag nun schon zum zweiten Mal gegen eine rechtspopulistische Initiative zur Halbierung des SRG-Budgets.
Die Motive jener, die auf Propaganda-Kanäle statt auf unabhängigen Journalismus setzen, sollen an dieser Stelle nicht diskutiert werden. Aber es kursiert in Teilen der Bevölkerung auch hierzulande das Gefühl, das Modell der Öffentlich-Rechtlichen sei in die Jahre gekommen. Viele von diesen Kritikern nutzen die Sender linear und finden ein Programm vor, das sich an eine Zielgruppe oberhalb der 70 Jahre richtet. Tatsächlich werden die Älteren und Alten mit einem unverhältnismäßig großen Teil der Budgets bedient. Was aber oft übersehen wird: Die Funkhäuser bemühen sich in einer Weise um junge Nutzer, wie es sich die meisten kommerziellen Verlage nicht leisten können. Und das ist existentiell. Denn die Zukunft des Journalismus wird nicht im Wettbewerb zwischen Öffentlich-Rechtlichen und etablierten privaten Medienhäusern entschieden – sondern zwischen Marken mit journalistischen Werten und so genannten Creators.
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