Wehrhafte Presse? Wie die Medien im Laufe der Jahrzehnte staatliche Schikanen konterten

Dass die Staatsgewalt mithilfe des Strafrechts gegen unliebsame Berichterstattung vorgeht, kommt in der Geschichte dieses Landes häufig vor. Auch wenn die Pressefreiheit im Grundgesetz steht, muss sie weiter verteidigt werden.

Mit dem Humor hierzulande ist es so eine Sache. Die norddeutsche Tiefebene ist flach, die Witze sind es auch. Der Staat versteht ohnehin keinen Spaß. Das gilt umso mehr für die Polizei. Amtspersonen sind Respektspersonen. So zumindest das Klischee, das folgende Anekdote bestätigt: Kurz nach dem Abitur besuchte der Kolumnist mit Freunden zum ersten Mal die Hauptstadt und schaute auch beim Reichstag vorbei. An der Sicherheitsschleuse rief ihm ein Freund zu, er solle mal die Kalaschnikow rübergeben. Das fand die Bundestagspolizei gar nicht lustig (war es zugegebenermaßen auch nicht) und machte die Freunde erst einmal ordentlich zur Sau. Zwanzig Jahre später kalauert während der Sondierungen mit der SPD ein CDU-Sprecher im Bundestag, man werde Journalisten festnehmen, die vor den Sitzungssälen warten. Blöd nur, dass die Bundestagspolizei dem Bundestagspräsidium untersteht, dem in der kommenden Legislaturperiode ein Unionspolitiker vorsitzt (vermutlich Julia Klöckner). Das verlieh dem verunglückten Witz eine ernste Note.

„Windiges aus der deutschen Luftfahrt“

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Hermann v. Engelbrechten-Ilow
Hermann v. Engelbrechten-Ilow
Hermann von Engelbrechten-Ilow ist Rechtsanwalt in Berlin und beschäftigt sich mit den verfassungsrechtlichen Aspekten gesellschaftlicher Meinungsbildung. Im Dezember erschien von ihm das Buch „Was läuft da schief im Journalismus?“ im Herbert von Halem Verlag.

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