Er ist ein Hausgewächs: Der Rundfunkrat des Saarländischen Rundfunks hat Martin Grasmück als Intendanten wiedergewählt. Sein Gegenkandidat und Chef der Filmförderanstalt, Peter Dinges, war chancenlos.
Martin Grasmück bleibt Intendant des Saarländischen Rundfunks (SR). Der Rundfunkrat der ARD-Anstalt wählte den 56-jährigen Journalisten am Montagabend mit großer Mehrheit für eine weitere Amtszeit bis 2033. Grasmück erhielt bereits im ersten Wahlgang die vorgeschriebene Zweidrittel-Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
Für Grasmück stimmten 22 der 24 stimmberechtigten Rundfunkratsmitglieder. Auf seinen Gegenkandidaten, den Vorstand der Filmförderanstalt des Bundes (FFA), Peter Dinges, entfielen lediglich zwei Stimmen.
Eigenständigkeit des Saarländischen Rundfunks
„Das klare Ergebnis zeigt: Der Rundfunkrat sieht in Martin Grasmück die starke und authentische Persönlichkeit, die den Saarländischen Rundfunk sicher und strategisch klug durch die Herausforderungen der Organisationsreform führt“, sagte der Rundfunkratsvorsitzende Thomas Jakobs nach der Wahl. Grasmück nehme „die Mitarbeitenden auf dem Weg des SR in die digitale Medienwelt mit“ und sichere „die Eigenständigkeit des Saarländischen Rundfunks“.
Grasmück ist ein echtes SR-Gewächs und hatte nach Studium und Volontariat zunächst als Reporter der Landeswelle SR3 gearbeitet, ab 2008 wechselte er unter dem damaligen SR-Intendanten Fritz Raff in die Intendanz. 2014 stieg er zum Hörfunkdirektor und stellvertretenden Programmdirektor des Senders auf. 2021 wurde er als Nachfolger des früheren SPD-Politikers Thomas Kleist zum Intendanten des SR gewählt. Seine neue sechsjährige Amtszeit beginnt am 1. Mai 2027.
KNA
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