ZDF-Intendantenwahl: Gegenkandidatin für Himmler nominiert 

Trotz sechs weiterer Bewerbungen war zu erwarten, dass der Fernsehrat nur Norbert Himmler zur Intendantenwahl zulässt. Nun kommt es zu einer Überraschung: Aus dem Fernsehrat wurde eine Gegenkandidatin nominiert – die ihre Kandidatur später zurückzieht.

Kandidiert im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ein amtierender Intendant für eine weitere Amtsperiode, läuft dies meistens unspektakulär ab – ohne Gegenkandidaten geht die Wiederwahl dann über die Bühne. So war es zuletzt vor rund einem Jahr beim Bayerischen Rundfunk (BR). Dort wurde Intendantin Katja Wildermuth vom BR-Rundfunkrat bis 2031 wiedergewählt – einen Konkurrenten gab es nicht. 

Beim ZDF steht nun am 13. März im Fernsehrat die Intendantenwahl an, ein Jahr vor Ablauf der aktuellen Amtsperiode von Senderchef Norbert Himmler. Er will weitere fünf Jahre im Amt bleiben. Auf die öffentliche Ausschreibung des Intendantenamts hat er seine Bewerbung beim Fernsehrat eingereicht. Auch wenn es sechs weitere Bewerbungen ums Amt gegeben hat, galt eine Kandidatur neben Himmler als unwahrscheinlich. Wer letztlich zur Wahl zugelassen wird, prüft nämlich der Fernsehrat – der nun eine überraschende Entscheidung getroffen hat. Himmler soll nicht alleine zur Wahl gestellt werden. 

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Volker Nünning
Volker Nünning
Volker Nünning ist freiberuflich von Bonn aus als Medienjournalist aktiv. Von 2005 bis Ende 2021 war er Redakteur der eingestellten Fachzeitschrift „Medienkorrespondenz“. Seine Themen: Öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunk, Medienpolitik sowie Medienaufsicht.

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