Spiegel-Chefredakteur Dirk Kurbjuweit sieht in seinem Crossmedia-Team einen „großen Teil unserer Zukunft“. Nur scheint das Großressort vor allem mit sich selbst beschäftigt zu sein. In dieser Woche gab es gleich zwei Rückschläge.
Man muss dieser Tage nicht unbedingt mit Fans von Melanie Amann sprechen, um ein paar Worte der Anerkennung zu hören. Selbst Spiegel-interne Kritiker der ehemaligen stellvertretenden Chefredakteurin zollen Respekt für ihren Gesprächspodcast Amann unframed, den sie frisch unter Flagge der Funke Mediengruppe gestartet hat. Das Lob liegt auch in der Geschwindigkeit begründet, mit der ihre Ex-Kollegin unterwegs ist.
Denn während Amann nicht einmal ein halbes Jahr nach ihrem Start bei Funke auf Sendung geht, wartet man beim Spiegel noch immer auf ein lange und groß angekündigtes Audio-Projekt. Dort war Amann zu ihrer Zeit zwar auch dafür zuständig, und lange galt der interne Konflikt zwischen ihr und Chefredakteur Dirk Kurbjuweit als Grund für Verzögerungen. Doch langsam dämmert es intern auch den Letzten, dass dies zumindest nicht das einzige Problem gewesen sein könnte.
Es kommt erneut zu Verzögerungen in der Podcast-Strategie des Spiegel und damit auch beim Launch des angekündigten politischen Podcasts, der zugleich ein neues Audio-Flaggschiff werden soll. Das liegt auch an Zerwürfnissen im dafür zuständigen Crossmedia-Ressort.
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