Abo-Verwaltung: Wie wir unsere Mitglieder in ein neues System konvertiert haben

Von Marvin und Matthias 

Als wir vor einem Jahr mit Medieninsider an den Start gegangen sind, hatten wir eine konkrete Vorstellung von dem, was wir publizistisch leisten wollen. Wir wussten aber nicht, ob dieses neue Angebot auch bei den Lesern Anklang finden würde und ob diese dafür sogar zahlen würden. Also wollten wir  zunächst einen „proof of concept“ hinlegen und gaben uns dafür sechs Monate. Dazu wollten wir die Kostenseite unserer Gründung klein halten und schnell Umsätze generieren. Wir entschieden uns für eine schlanke Website mit einer ebenso schlanken Mitgliedschaftsverwaltung ohne eine längere Laufzeit und großen Implementierungsaufwand – also für ein MVP, ein Minimum Viable Product.

Den „proof of concept“ haben wir hingelegt. Wir sind noch da, feiern im August unseren ersten Geburtstag und freuen uns auf viele weitere Recherchen und Geschichten. Das haben wir mit Ehrgeiz geschafft und dank toller Mitglieder wie dir, die uns unterstützt haben, als wir eine aufwendige Systemumstellung vornehmen mussten. 

Nach einem halben Jahr wurde es aber auch Zeit, den „proof of concept“ zu verlassen, dass MVP weiterzuentwickeln und verlässliche Strukturen aufzubauen. Die günstige Mitgliedschaftsverwaltung hatte ihre deutlichen Schwächen und war unseren Ansprüchen nicht gewachsen.  

Die Membershipverwaltung ist essenziell, neben dem CMS quasi das technische Fundament für Paid Content. Man sollte es nicht auswechseln müssen. Und trotzdem kommt es aus unterschiedlichen Gründen vor, dass ein Publisher seine Infrastruktur neu aufstellen muss. Das ist nicht nur bei uns so.

Die Umstellung ist mit einigen Fragen, Herausforderungen und Entscheidungen verbunden. Hier liest du, wie wir vorgegangen sind inklusive einiger Learnings.

Parallelstrukturen oder radikaler Schnitt

Beim Wechsel des Systems zur Abonnementverwaltung stellt sich eine entscheidende Frage: Wie umgehen mit Bestandsabonnenten? Denn: Sie inklusive Bezahldaten ins neue System zu transferieren und das Abonnement dort weiterlaufen zu lassen, funktioniert nicht. Es gibt nur zwei Optionen:

Oder Mitgliedschaft auswählen und weiterlesen
Deine Vorteile als Medieninsider:
  • sofortiger Zugriff auf alle unsere exklusiven Artikel und den wöchentlichen Lese-Letter
  • 50 % Rabatt auf INSIGHTS, unsere Deep-Dive-PDFs
  • Du ermöglichst das rabattierte Junior-Abo für den Nachwuchs und leistest einen wichtigen Beitrag zur Unabhängigkeit von Medieninsider

Wenn dir der Artikel gefällt, dann teile ihn in sozialen Netzwerken, aber nicht als PDF innerhalb deiner Organisation. Dafür ist eine Lizenz notwendig.

Mehr von Medieninsider

Über Gemüse, Süßigkeiten und Gammelware im Journalismus

0
Digitale Nachrichtenangebote gleichen gut gefüllten Gemischtwarenläden. Doch aufgepasst: Wer sein Sortiment nicht im Griff hat und zu viel verkommene Ware anbietet, setzt sein Geschäft aufs Spiel, meint Dietmar Schantin.

Was von BuzzFeeds Börsengang zu halten ist

0
In dieser Woche geht es im Lese-Letter darum, wie die dpa zukünftig arbeiten will, um den neuen Medienbericht der Bundesregierung und die Ergebnisse des Digital News Report.

„Über Twitter führt ein Weg in die Hölle“

1
Jakob Augstein hat kein Verständnis für das Verhalten der Medien während der Corona-Pandemie. Im Interview kritisiert er den Distanz-Verlust, spricht über Cancel Culture und erklärt, weshalb er bei Twitter aussteigt.

DEINE MEINUNG IST GEFRAGT

Please enter your comment!
Hier Namen eintragen

Der kostenlose Medieninsider-Newsletter

Keine unserer Artikel verpassen! Mit unserem Newsletter halten wir dich auf dem Laufenden. Er ist kostenlos und du kannst ihn jederzeit abbestellen.