Alles muss, nix kann

Rund um die Frage der Medienförderung werden politische Scharmützel ausgetragen. Dabei hat der Staat keine andere Wahl, als der freien Presse entschieden zu helfen – das hat sogar das Bundesverfassungsgericht bereits deutlich gemacht.

Manchmal kann es lohnen, in eine Taucherglocke zu klettern und die Untiefen der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts auszuloten. Mit etwas Glück findet man einen noch unentdeckten Schatz. Oft schlummern die Schätze gerade dort, wo man es am wenigsten erwartet. Wer würde schon darauf wetten, dass sich ausgerechnet in einem Karlsruher Rundfunkurteil zwei bahnbrechende Absätze zur Pressefreiheit verstecken? Anscheinend niemand; jedenfalls sind keine besonderen Aktivitäten der Verlagsbranche bekannt, diese einem breiten Publikum bekannt zu machen. Aber worum geht’s denn jetzt konkret? Es geht um zwei Absätze der sogenannten 4. Rundfunkentscheidung zum Niedersächsischen Landesrundfunkgesetz vom 4. November 1986.

Dort heißt es:

Werde jetzt Mitglied und lies unbegrenzt weiter

  • sofortiger Zugriff auf alle unsere exklusiven Artikel und den wöchentlichen Lese-Letter
  • Teilnahme an allen digitalen Veranstaltungen sowie Zugriff auf vergünstigte Tickets für Seminare und Netzwerk-Events
  • Dieses Angebot berechtigt nicht zur Nutzung der Artikel in Pressespiegeln.
  • Nutzungslizenzen

Wenn dich nur ein Artikel interessiert, kannst du diesen auch ohne Mitgliedschaft lesen

  • Du kannst einen Artikel pro Einkauf lesen
  • keine automatische Verlängerung, keine Mitgliedschaft
  • keine Teilnahme an Medieninsider-Events
  • Dieses Angebot berechtigt nicht zur Nutzung der Artikel in Pressespiegeln.
  • Nutzungslizenzen
879 Netto / pro Jahr für Deutschland

Unsere Zugänge sind personalisiert. Als Unternehmen kannst du einzelne Zugänge für deine Mitarbeiter organisieren.

Unternehmen bieten wir die Möglichkeit, Corporate-Mitgliedschaften abzuschließen. Darüber erhalten mehrere Nutzer einen eigenen Accout, die Verwaltung und Abrechnung laufen über einen zentralen Zugang. Die Vorteile:

  • Erwirb für Mitarbeiter deines Unternehmens Lizenzen für eine rechtssichere Nutzung
  • Zentrale Verwaltung der Nutzer durch einen Benutzer
  • Eine Rechnung pro Jahr für alle Lizenzen zusammen
  • Rabatte auf Workshops und weitere Events
  • Dieses Angebot berechtigt nicht zur Nutzung der Artikel in den Pressespiegeln.
  • Nutzungslizenzen

Wenn dir der Artikel gefällt, dann teile ihn in sozialen Netzwerken, aber nicht als PDF innerhalb deiner Organisation. Dafür ist eine Lizenz notwendig.

Mehr zum Thema

Medieninsider-Kolumnistin Alexandra Borchardt, Foto: Ina Abraham

Creator oder Traditionsmarken: Wer bekommt die Jungen? 

0
Die Zukunft des Journalismus entscheidet sich nicht mehr zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Medien, sondern zwischen journalistischen Werten und der Logik der Creators. Ein Blick auf die neue Frontlinie der Aufmerksamkeit.
Medieninsider-Kolumnistin Alexandra Borchardt, Foto: Ina Abraham

Raus aus der Community-Blase – es geht ums Zusammenraufen!

0
„Community first“ klingt nach modernem Journalismus. Doch wer nur noch bestimmte Zielgruppen bedient, riskiert Blasenbildung und damit Relevanzverlust. Warum der Hype ums Zuhören gefährlich werden kann – und was Redaktionen stattdessen tun sollten.

Gesetze im Überfluss, Kontrolle im Mangel

Plattformregulierung sollte Ordnung bringen, doch hinter den Kulissen gerät sie durcheinander. Meta, Google und Co. profitieren vom Streit um Zuständigkeiten, einer gelähmten EU und entmachteten Landesmedienanstalten, schreibt Kolumnist Hermann von Engelbrechten.
Hermann v. Engelbrechten-Ilow
Hermann v. Engelbrechten-Ilow
Hermann von Engelbrechten-Ilow ist Rechtsanwalt in Berlin und beschäftigt sich mit den verfassungsrechtlichen Aspekten gesellschaftlicher Meinungsbildung. Im Dezember erschien von ihm das Buch „Was läuft da schief im Journalismus?“ im Herbert von Halem Verlag.

DEINE MEINUNG IST GEFRAGT

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Hier Namen eintragen

error: Kopiergeschützt, weil uns das Raubkopieren von ganzen Texten schadet