Mit der Initiative Made for Germany machen Unternehmen Wirtschaftspolitik für die Bundesregierung – und das auf ziemlich durchsichtige Weise. Weshalb hat Springer-Chef Mathias Döpfner sich und seinen Medienmarken das angetan? Ein Kommentar.
Die Bilder aus dem Kanzleramt gingen durch die Republik: Friedrich Merz umringt von 61 einflussreichen Wirtschaftsmanagern – fast ausschließlich Männer. Ihre Initiative sollte als Signal für den Standort Deutschland wirken. Doch die Wahrnehmung war zum Teil eine andere: Made for Germany ist Symbolpolitik, organisiert nicht von der Bundesregierung, sondern aus der Mitte der großen Konzerne. Der „Giga-Booster“, wie Bild ihn beschrieb, entpuppt sich als reine PR-Inszenierung. Und mittendrin: Axel Springer und dessen CEO Mathias Döpfner.
Gemeinsam mit Siemens-Chef Roland Busch, Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing und Alexander Geiser, CEO der internationalen PR-Agentur FGS Global ist der Medienmanager Organisator einer Initiative, die die direkte Nähe zur Bundesregierung sucht und für sie einen Teil der Wirtschaftspolitik übernimmt. Besonders aus Sicht eines journalistischen Medienhauses ist das höchst problematisch.
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