Immer wieder wird über die Notwendigkeit der insgesamt zwölf Orchester von ARD und Deutschlandradio diskutiert. Medieninsider-Recherchen legen nun erstmals den Verdienst eines ihrer Dirigenten offen. Nicht nur das Salär macht stutzig.
Der 16. April 2024 war für Dennis Russell Davies (Foto rechts) und den Mitteldeutschen Rundfunk in zweierlei Hinsicht ein bedeutendes Datum: An diesem Tag feierte der Dirigent des hauseigenen Sinfonieorchesters seinen 80. Geburtstag – und erhielt von seinem Arbeitgeber ein besonderes Geschenk: Der MDR verkündete Davies’ Vertragsverlängerung um weitere drei Jahre bis zum Ende der Spielzeit 2026/27. In einer Pressemitteilung wurde sie begleitet von wohligen Worten des MDR-Intendanten.
Darin würdigt Ralf Ludwig Davies als „außergewöhnliche künstlerische Persönlichkeit mit einer unstillbaren Neugier auf Musik“ und seinen „reichen Erfahrungsschatz von fast 50 Jahren als Chefdirigent bedeutender Orchester und Opernhäuser weltweit“. Was Ludwig und der MDR in ihrer feierlichen Mitteilung nicht erwähnen: Diese Zusammenarbeit lässt sich die aus dem Rundfunkbeitrag finanzierte ARD-Anstalt einiges kosten – und in Davies’ 81. Lebensjahr so viel wie nie zuvor.
Medieninsider-Recherchen legen erstmals die Verdienste des Dirigenten aus den vergangenen Jahren offen. Anders als das Gehalt des Intendanten muss der MDR diese Zahlen nicht veröffentlichen. Dabei übersteigen sie das Salär des Senderchefs deutlich.
Davies erhielt zuletzt eine satte Erhöhung – MDR hält sich bedeckt
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