Lucy Kueng: Mit Prioritäten durch den Stresstest

Nach herausfordernden Jahren durch die Corona-Pandemie hielt auch 2022 ereignisreiche Entwicklungen bereit. Energie- und Wirtschaftskrise treffen auch die Medienbranche. Was bedeutet das für die Zukunft – worauf ist zu achten, um Orientierung zu behalten? Wir haben wieder unterschiedliche Experten danach gefragt, was für Trends sie in den Medien allgemein, aber auch in ihren jeweiligen Fachdisziplinen erwarten – und was sie sich 2023 von der Branche wünschen. Lucy Kueng, international anerkannte Expertin für Transformationsmanagement, über Disruption im Video-Segment, Machtverschiebungen bei Social Media und Prioritätensetzung in den Medienorganisationen. 

Von Lucy Kueng

Als Jay Powell, Chef der US-Notenbank Fed, jüngst nach dem wirtschaftlichen Ausblick gefragt wurde, lautete seine Antwort: „Das kann man nicht wissen.“ Das gleiche gilt für den Ausblick auf das Medienjahr 2023. Ich habe in den vergangenen Wochen mit vielen Führungskräften aus unterschiedlichen Ländern gesprochen. Klar ist nur, dass sich die Unternehmen in sehr unterschiedlichen Positionen befinden. 

Wenn die Flut zurückgeht, erkennt man, wer nackt schwimmt. Es gibt einige Unternehmen, die nun von einem Jahrzehnt mehr oder weniger unsichtbarer „Knochenarbeit“ profitieren. Sie haben sich rechtzeitig auf die Digitalisierung eingestellt und sind nun in der Lage zu handeln. Sie konzentrieren sich darauf, Nutzer zu halten, auf Preisgestaltung und darauf, weiter neue Kunden zu gewinnen. Sie verfügen über Metriken, die der Redaktion wichtige Informationen von den Lesern vermitteln, und die Redaktionen sind bereit, mit diesen zu arbeiten. Einige sind noch einen Schritt weiter gegangen und haben die Werbeeinnahmen so weit gesteigert, dass sie groß angelegte, interaktive Kampagnen für Marken in Print und Digital durchführen können.

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