Mitarbeiterbefragung: So geht’s richtig 

Interne Umfragen sind mittlerweile auch in der Medienbranche ein gängiges Mittel, um vor allem kulturellen Fortschritt zu überprüfen – nur werden sie nicht immer angemessen eingesetzt. Wann und wie die Seismografen funktionieren.

„Die Stimmung hier ist total mies, aber das traut sich keiner so richtig zu sagen – und die Chefs da oben wollen das sowieso nicht hören!“ 

So oder so ähnlich wird in vielen Medienhäusern gedacht und geredet, das erleben wir in der Beratung sehr häufig. Und Sätze wie diese fallen nicht nur in Häusern, in denen wirklich niemand zuhört – sondern auch, wenn Stimmungsbilder tatsächlich erhoben werden. Und das liegt auch daran, wie sie erhoben werden. 

Mitarbeiterbefragungen sind mittlerweile auch in Medienhäusern ein gängiges Mittel. Beliebt sind sie auch, weil Kommunikationsunternehmen gelernt haben, dass gerade ihr Hauptgeschäft selten auch nach innen ihre Stärke ist. Gesprochen wird viel, gesagt wird wenig. Probleme werden höchstens schöngeredet. Eine großflächig angelegte und hierarchieübergreifende Befragung ist ein gutes Mittel für ein ungeschöntes Stimmungsbild. Wenn man denn weiß, mit dem Handwerk umzugehen. Denn auch in Verlagen wird nicht selten eine Umfrage um der Umfrage willen gestartet – weil man es eben so macht.

Keine Umfrage ohne ernsthaftes Interesse

Wer eine Umfrage nur deshalb macht, weil sie zum guten Ton gehört oder um das Firmenimage aufzupolieren, wird früher oder später damit scheitern. Mitarbeiter durchschauen Scheinumfragen, was sich nur noch negativer auf die Stimmung auswirkt. Sinkende Teilnahmequoten werden in der Unternehmensführung dann als Zufriedenheit interpretiert – sonst hätte man sich ja beschwert. Was für ein Trugschluss. 

Werde jetzt Mitglied und lies unbegrenzt weiter

  • sofortiger Zugriff auf alle unsere exklusiven Artikel und den wöchentlichen Lese-Letter
  • Teilnahme an allen digitalen Veranstaltungen sowie Zugriff auf vergünstigte Tickets für Seminare und Netzwerk-Events
  • Dieses Angebot berechtigt nicht zur Nutzung der Artikel in Pressespiegeln.
  • Nutzungslizenzen

Wenn dich nur ein Artikel interessiert, kannst du diesen auch ohne Mitgliedschaft lesen

  • Du kannst einen Artikel pro Einkauf lesen
  • keine automatische Verlängerung, keine Mitgliedschaft
  • keine Teilnahme an Medieninsider-Events
  • Dieses Angebot berechtigt nicht zur Nutzung der Artikel in Pressespiegeln.
  • Nutzungslizenzen
879 Netto / pro Jahr für Deutschland

Unsere Zugänge sind personalisiert. Als Unternehmen kannst du einzelne Zugänge für deine Mitarbeiter organisieren.

Unternehmen bieten wir die Möglichkeit, Corporate-Mitgliedschaften abzuschließen. Darüber erhalten mehrere Nutzer einen eigenen Accout, die Verwaltung und Abrechnung laufen über einen zentralen Zugang. Die Vorteile:

  • Erwirb für Mitarbeiter deines Unternehmens Lizenzen für eine rechtssichere Nutzung
  • Zentrale Verwaltung der Nutzer durch einen Benutzer
  • Eine Rechnung pro Jahr für alle Lizenzen zusammen
  • Rabatte auf Workshops und weitere Events
  • Dieses Angebot berechtigt nicht zur Nutzung der Artikel in den Pressespiegeln.
  • Nutzungslizenzen

Wenn dir der Artikel gefällt, dann teile ihn in sozialen Netzwerken, aber nicht als PDF innerhalb deiner Organisation. Dafür ist eine Lizenz notwendig.

Mehr zum Thema

Claudia Michalski, Kolumnistin bei Medieninsider

Freiwilligenprogramm: Gehen oder bleiben?

0
Wenn Unternehmen Stellen abbauen, setzen sie oft auf sogenannte Freiwilligenprogramme. Doch für wen lohnen sich Abfindungsprogramme – und wer sollte besser zweimal hinschauen?
Claudia Michalski, Kolumnistin bei Medieninsider

Unternehmensführung à la Trump

0
Der Arbeitsmarkt wandelt sich rasant. In der Krise wird wieder Führung durch Ansage gefragt. Das gilt auch in der Medienbranche. Was das bedeutet und weshalb es eine Gratwanderung ist.
Claudia Michalski, Kolumnistin bei Medieninsider

„People & Culture“: Diese Trends werden 2025 in Medienhäusern wichtig 

0
Flexibilität, Diversität und menschenzentrierte Führung dürfen keine leeren Worthülsen bleiben, sondern müssen gelebt werden.
Claudia Michalski
Claudia Michalskihttps://omc-berlin.de/
Claudia Michalski ist geschäftsführende Mehrheitsgesellschafterin der OpenMind Management Consulting in Berlin. Zuvor war sie 25 Jahre als Medienmanagerin tätig, zwölf davon als Geschäftsführerin beim Beuth Verlag und der Handelsblatt Media Group.

DEINE MEINUNG IST GEFRAGT

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Hier Namen eintragen

error: Kopiergeschützt, weil uns das Raubkopieren von ganzen Texten schadet