Pressespiegel-Streit eskaliert: Auch die DPA geht gegen die PMG vor

Die Deutsche Presse-Agentur wirft der PMG Presse-Monitor die unrechtmäßige Zweitverwertung ihrer Inhalte vor. Der Pressespiegel-Ersteller sieht sich nicht zuständig – und „wälzt“ die Verantwortung auf die gemeinsamen Verlagskunden ab.

Wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte – nicht. Anfang Februar erhalten Verantwortliche in geschätzt 125 Verlagen ungewöhnliche Post. Die PMG Presse-Monitor, einer der wichtigsten Dienstleister in Sachen Zweitvermarktung von Inhalten, meldet sich, um über einen Streit mit einem noch wichtigeren Verlagspartner zu informieren – beziehungsweise, um die Verlage hineinzuziehen, wie die Deutsche Presse-Agentur später erklärt. 

„Stellvertretend für die Geschäftsführung der PMG“ appelliert Ditmar Kolb, Leiter des Content-Managements, in diesem Schreiben, dass die Verlage einen Konflikt austragen sollen, den die DPA gezielt mit der PMG klären wollte – und das nicht erst seit jüngster Zeit, sondern seit über 20 Jahren, wie die DPA erklärt. Die DPA wirft der PMG nicht nur vor, Verhandlungen zu blockieren, sondern nun auch noch gemeinsame Kunden zu „instrumentalisieren“.

Beim Streit geht es um eine grundlegende nutzungsrechtliche Frage, die Auswirkungen auf das Erlösmodell des Pressespiegel-Dienstleisters hat, und zum wiederholten Male auch um die Frage, wer bei der Erstellung von Pressespiegeln eigentlich die Sorge dafür zu tragen hat, Nutzungen auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Es ist nicht der einzige Konflikt, mit dem sich die PMG derzeit auseinandersetzen muss. Auch in einem anders gelagerten Streit mit Medieninsider sagt sie: Verantwortlich sind andere.

Worum es beim Streit geht und was sich die Seiten gegenseitig vorwerfen

Werde jetzt Mitglied und lies unbegrenzt weiter

  • sofortiger Zugriff auf alle unsere exklusiven Artikel und den wöchentlichen Lese-Letter
  • Teilnahme an allen digitalen Veranstaltungen sowie Zugriff auf vergünstigte Tickets für Seminare und Netzwerk-Events
  • Dieses Angebot berechtigt nicht zur Nutzung der Artikel in Pressespiegeln.
  • Nutzungslizenzen

Wenn dich nur ein Artikel interessiert, kannst du diesen auch ohne Mitgliedschaft lesen

  • Du kannst einen Artikel pro Einkauf lesen
  • keine automatische Verlängerung, keine Mitgliedschaft
  • keine Teilnahme an Medieninsider-Events
  • Dieses Angebot berechtigt nicht zur Nutzung der Artikel in Pressespiegeln.
  • Nutzungslizenzen
879 Netto / pro Jahr für Deutschland

Unsere Zugänge sind personalisiert. Als Unternehmen kannst du einzelne Zugänge für deine Mitarbeiter organisieren.

Unternehmen bieten wir die Möglichkeit, Corporate-Mitgliedschaften abzuschließen. Darüber erhalten mehrere Nutzer einen eigenen Accout, die Verwaltung und Abrechnung laufen über einen zentralen Zugang. Die Vorteile:

  • Erwirb für Mitarbeiter deines Unternehmens Lizenzen für eine rechtssichere Nutzung
  • Zentrale Verwaltung der Nutzer durch einen Benutzer
  • Eine Rechnung pro Jahr für alle Lizenzen zusammen
  • Rabatte auf Workshops und weitere Events
  • Dieses Angebot berechtigt nicht zur Nutzung der Artikel in den Pressespiegeln.
  • Nutzungslizenzen

Wenn dir der Artikel gefällt, dann teile ihn in sozialen Netzwerken, aber nicht als PDF innerhalb deiner Organisation. Dafür ist eine Lizenz notwendig.

Mehr zum Thema

Lese-Letter Marvin Schade

Während sich Robin Alexander verabschiedet, wird bei Welt schon wieder gestritten

0
In dieser Woche im Lese-Letter: Während Robin Alexander sich verabschiedet, streitet die Welt weiter. Burda baut um. Medieninsider verklagt die PMG.

Warum Medieninsider die PMG verklagt – und warum das die ganze Branche etwas angeht 

1
Fachmagazin gegen Verlagsallianz: Medieninsider geht mit einer Stufenklage gegen die Presse Monitor Gesellschaft (PMG) vor. Es geht um die unerlaubte Abrechnung von Artikeln in Pressespiegeln – in Hunderten Fällen. Ausführungen in eigener Sache.
Lese-Letter Marvin Schade

„Ein Jahr des Chaos“: Warum Bild TV nicht funktioniert hat

0
Diese Woche im Lese-Letter: Döpfner intern euphorisch über Gewinnplus bei Springer, überraschende Empfehlung beim Rundfunkbeitrag – und beim BDZV wird weiter umgebaut. Außerdem: Bild TV als Millionengrab und RTLs lukrative Kunstversteigerung.
Marvin Schade
Marvin Schadehttps://medieninsider.com
Marvin ist Co-Gründer und Founding Editor von Medieninsider und hat sich damit einen kleinen Traum erfüllt. Vor der Gründung war er mehrere Jahre für den Branchendienst Meedia in Hamburg und Berlin tätig, arbeitete kurz beim Focus Magazin und zuletzt für Gabor Steingarts Morning Briefing.

DEINE MEINUNG IST GEFRAGT

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Hier Namen eintragen

error: Kopiergeschützt, weil uns das Raubkopieren von ganzen Texten schadet