Zweite Wahl an erster Stelle: Das steht dem neuen NDR-Intendanten Lünenborg bevor 

Seit dieser Woche hat der Norddeutsche Rundfunk (NDR) einen neuen Intendanten. Für Hendrik Lünenborg wird nicht nur entscheidend sein, ob er das Stigma des Ersatzkandidaten hinter sich lassen kann. Vor welchen Herausforderungen der neue Senderchef nun steht.

Hendrik Lünenborg beginnt seine Intendanz beim NDR mit einem Makel: Denn er war nicht die erste Wahl. Im April verfehlte die vom Verwaltungsrat favorisierte frühere Bertelsmann-Managerin Sandra Harzer-Kux die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit des Rundfunkrats – ein „Fiasko“, wie der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes, Mika Beuster, damals urteilte. Eine Alternative musste her. Der für das Casting zuständige Verwaltungsrat griff zur internen Lösung: den 53-jährigen Lünenborg, erst zwei Jahre zuvor in die Geschäftsleitung berufen. Mitte Mai stimmten 50 von 53 Rundfunkräten für den Direktor des Landesfunkhauses Hamburg. In dieser Woche trat er die Nachfolge von Joachim Knuth an, der nach fünf Jahren im Amt in den Ruhestand ging.

Lünenborgs Amtsantritt fällt in eine Phase, in der der öffentlich-rechtliche Rundfunk insgesamt unter Druck steht – verschärft durch die Schlesinger-Affäre beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Es geht um weitere Einsparvorgaben der Politik, effizientere Strukturen, digitale Angebote und die Glaubwürdigkeit des Journalismus. Für Lünenborg kommen NDR-spezifische Aufgaben hinzu, vor allem die Verbesserung von Betriebsklima und Führungskultur. Medieninsider hat fünf Felder ausgemacht, in denen er sich beweisen muss.

Schafft Lünenborg frischen Wind von innen?

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Volker Nünning
Volker Nünning
Volker Nünning ist freiberuflich von Bonn aus als Medienjournalist aktiv. Von 2005 bis Ende 2021 war er Redakteur der eingestellten Fachzeitschrift „Medienkorrespondenz“. Seine Themen: Öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunk, Medienpolitik sowie Medienaufsicht.

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