Christoph Schwennicke und Cicero gehen getrennte Wege

Christoph Schwennicke gibt seinen Chefredakteursposten beim Debattenmagazin Cicero ab und zieht sich auch als Gesellschafter des dahinterstehenden Verlags Res Publica, der ebenfalls Monopol herausgibt, zurück. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit.

Schwennicke verkauft seine Anteile in Höhe von 50 Prozent an den Unternehmer Dirk Notheis, offenbar einem Wunschkandidaten des zweiten und verbleibenden Gesellschafters Alexander Marguier, der fortan die alleinige publizistische Verantwortung übernimmt.

Schwennicke und Marguier hatten sich nicht nur das Unternehmen jeweils zur Hälfte geteilt, sondern auch die Cicero-Chefredaktion. Beide hatten das Debattenmagazin und Monopol 2016 im Zuge eines Management-Buyouts von Ringier übernommen. Für den Verlag aus der Schweiz war der Verkauf ausgemachte Sache, Chefredakteur Schwennicke wollte jedoch die Eigenständigkeit der Magazine wahren, gründete gemeinsam mit seinem damaligen Vize Marguier den Res Publica Verlag.

Dass Schwennicke nun ausscheidet überrascht nicht nur insofern, dass er treibende Kraft des Buyouts war, sondern auch das nach außen prominentere Gesicht der beiden Gesellschafter und Chefredakteure. Wie Horizont andeutet, gab es in den vergangenen Monat offenbar vor allem publizistische Differenzen. Auch wenn in der Pressemitteilung von einer Trennung in gegenseitigem Einvernehmen die Rede ist, herrschte hinter den Kulissen offenbar nicht von vornherein Einigkeit darüber, wer den Verlag weiterführt.

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