Darum beenden Madsack und NDR ihre Kooperation

Große Pläne, leises Aus: Der Norddeutsche Rundfunk und Madsack haben ihre KI-gestützte Video-Kooperation eingestellt. Medieninsider erklärt die Hintergründe – und warum der öffentlich-rechtliche Sender das Projektende nicht als Scheitern begreift.

Die Ziele wurden hochgesteckt, als sich der NDR und die Madsack Mediengruppe 2021 zusammenschlossen: Angestrebt wurde nichts Geringeres, als sich „von der Marktmacht internationaler Konzerne unabhängiger zu machen“. So beschrieb es der NDR damals in einem Bericht über die Erfüllung seines Auftrags. Gemeint waren vor allem Google und dessen Videoplattform YouTube.

Es ging auch darum, öffentlich-rechtliche Sender und privatwirtschaftliche Verlage enger zu verzahnen. Die Devise: sich gegenseitig stärken, um gemeinsam eine größere Reichweite zu erzielen – und das trotz des schwelenden Grundsatzstreits von Presseverlagen vor allem mit der ARD über presseähnliche Internet-Angebote.

Aufgebaut für die Zusammenarbeit von NDR und Madsack wurde eine sogenannte Vernetzungsplattform, technisch entwickelt vom WDR. KI-gestützt wurden inhaltlich passende Video-Beiträge des NDR, WDR, MDR und der Tagesschau automatisch in Online-Artikel auf Madsack-Portalen eingebunden, beispielsweise auf RND.de und mehreren Regionalportalen. Die Plattform sollte auch weiteren Pressehäusern offenstehen. Interesse zeigte noch die Zeit-Verlagsgruppe, die es jedoch bei einer Testphase beließ. Jetzt folgte offenbar das Gesamtaus.

Werde jetzt Mitglied und lies unbegrenzt weiter

  • sofortiger Zugriff auf alle unsere exklusiven Artikel und den wöchentlichen Lese-Letter
  • Teilnahme an allen digitalen Veranstaltungen sowie Zugriff auf vergünstigte Tickets für Seminare und Netzwerk-Events
  • Dieses Angebot berechtigt nicht zur Nutzung der Artikel in Pressespiegeln.
  • Nutzungslizenzen

Wenn dich nur ein Artikel interessiert, kannst du diesen auch ohne Mitgliedschaft lesen

  • Du kannst einen Artikel pro Einkauf lesen
  • keine automatische Verlängerung, keine Mitgliedschaft
  • keine Teilnahme an Medieninsider-Events
  • Dieses Angebot berechtigt nicht zur Nutzung der Artikel in Pressespiegeln.
  • Nutzungslizenzen
879 Netto / pro Jahr für Deutschland

Unsere Zugänge sind personalisiert. Als Unternehmen kannst du einzelne Zugänge für deine Mitarbeiter organisieren.

Unternehmen bieten wir die Möglichkeit, Corporate-Mitgliedschaften abzuschließen. Darüber erhalten mehrere Nutzer einen eigenen Accout, die Verwaltung und Abrechnung laufen über einen zentralen Zugang. Die Vorteile:

  • Erwirb für Mitarbeiter deines Unternehmens Lizenzen für eine rechtssichere Nutzung
  • Zentrale Verwaltung der Nutzer durch einen Benutzer
  • Eine Rechnung pro Jahr für alle Lizenzen zusammen
  • Rabatte auf Workshops und weitere Events
  • Dieses Angebot berechtigt nicht zur Nutzung der Artikel in den Pressespiegeln.
  • Nutzungslizenzen

Wenn dir der Artikel gefällt, dann teile ihn in sozialen Netzwerken, aber nicht als PDF innerhalb deiner Organisation. Dafür ist eine Lizenz notwendig.

Volker Nünning
Volker Nünning
Volker Nünning ist freiberuflich von Bonn aus als Medienjournalist aktiv. Von 2005 bis Ende 2021 war er Redakteur der eingestellten Fachzeitschrift „Medienkorrespondenz“. Seine Themen: Öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunk, Medienpolitik sowie Medienaufsicht.

DEINE MEINUNG IST GEFRAGT

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Hier Namen eintragen