Personalentscheidungen: Vier wichtige Kompetenzbereiche für die digitale Transformation

Unpassende Personalentscheidungen können die besten Strategien entgleisen lassen. Trotzdem wird in Redaktionen häufig befördert, wer guter Journalist ist, ansonsten aber zu wenig andere wichtige Fähigkeiten vorweist. Welche mit Blick auf die digitale Transformation dringend beachtet werden sollten. 

In einigen Redaktionen herrscht noch immer die Meinung vor, dass Journalisten grundsätzlich flexibel einsetzbar sind, dass sie in der Lage sind, sich schnell neue Fähigkeiten anzueignen. Wer sich beispielsweise für Daten und Analyse interessiert, wird ins Audience Development befördert, obwohl er im Recherchieren oder Schreiben noch besser war. Die beiden letzteren Fähigkeiten werden dann als wichtige Zusatzkompetenz für den neuen Job verstanden – immerhin sprechen wir von journalistischen Häusern. 

Ein Grundinteresse und Grundverständnis  für ein Themengebiet und  journalistische Fähigkeiten sind würdige und wichtige Maßstäbe für die Kompetenz in einer Redaktion und sollten bei Personalentscheidungen unbedingt berücksichtigt werden – aber sie sind nicht das Maß aller Dinge.   

In Zeiten digitaler Transformation, in der völlig neue Jobs auftauchen und neue Fähigkeiten gefragt sind, reichen journalistische Kompetenz und Grundinteresse allein oft nicht aus. Das erforderliche Wissen für neue Rollen, wie dem Digital Editor, dem Engagement-Editor oder Head of Analytics, ist sehr spezifisch. Es bedarf einer fundierten Aus- und Weiterbildung und viel Erfahrung um darin erfolgreich zu sein.

Wer für neue Positionen die richtigen Leute finden will, muss klare Erwartungen und Anforderungen formulieren und diese festhalten und kommunizieren. Mit Blick auf die digitale Transformation gibt es vier Fähigkeiten, die heute jede potentielle Führungskraft mitbringen sollte.

Vier Kompetenzbereiche für ein ausgewogenes Stellenprofil

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Dietmar Schantin
Dietmar Schantinhttps://www.instituteformediastrategies.com/
Dietmar Schantin begann seine Karriere als Studiomanager beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Österreich, war als Executive Director für das internationale Mediennetzwerk WAN-IFRA tätig und berät heute weltweit Medienmarken bei der Transformation ihrer Newsrooms ins digitale Zeitalter. 2012 gründete er dazu die Beratung IFMS mit Sitz in Großbritannien und Österreich. Seine Expertise brachte er beim Wall Street Journal und anderen Dow Jones Medien ein, wie auch bei Ringier Schweiz, der Telegraph Media Group, Hindustan Times oder New Zealand Herald.

1 ERGÄNZUNG

  1. Absolut d´accord!
    Das Mandat, die bestehende Kultur zu transformieren, ist meiner Meinung nach für digitale (Nachwuchs-)führungskräfte dabei der wichtigste Punkt und muss unbedingt auch von „ganz oben“ mitgewollt und unterstützt werden. Ansonsten besteht die Gefahr von Kämpfen gegen Windmühlen, die zu viel Energie und Geschwindigkeit angesichts der bestehenden Herausforderungen fressen.

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