Alles im Fluss

Aufstieg aus der Creator Economy: In zehn Jahren wächst aus einem YouTube-Kanal eine der relevantesten Plattformen für Finanzbildung. Wie ist das gelungen und weshalb will Finanzfluss nun auch in News-Journalismus investieren? Ein Besuch bei Gründer Thomas Kehl.

„Money is good“. Es ist ein ungewöhnlich offener Leitspruch an der Wandtafel, die direkt im Eingangsbereich hängt – und einer, der wie eine Provokation klingt. Hinter ihm würde man vielleicht einen Investmentberater oder Immobilienhai aus dem Frankfurter Bankenviertel erwarten. Thomas Kehl begrüßt in seinem Büro in einem Kreuzberger Hinterhof aber nicht in Designer-Anzug oder mit Rolex am Arm, sondern unprätentiös in schwarzem T-Shirt und Bluejeans. Und trotzdem dreht sich hier alles um Geld – um „eine positive Kraft, die uns Sicherheit, Ruhe, Freiheit und die Möglichkeit gibt, unsere Träume zu verfolgen“. Es ist ein elementarer Bestandteil des Unternehmenserfolgs.

Finanzfluss ist heute die wohl aufstrebendste Finanzredaktion des Landes – und eines der interessantesten Medien-Start-ups der vergangenen Jahre. Nicht nur, weil dessen Gründer Thomas Kehl und Arno Krieger journalistische Quereinsteiger sind, sondern weil sie für etwas stehen, das in der Branche längst strategisch aufgeladen ist. Springer-Chef Mathias Döpfner etwa beschreibt seit einiger Zeit den Aufstieg einzelner Persönlichkeiten, die mit digitaler Reichweite eigene Marken schaffen, als Blaupause für die Zukunft der Medien: Journalismus, der aus der Creator Economy heraus entsteht, nicht in etablierten Medienhäusern. Finanzfluss zeigt, wie diese Idee in der Praxis funktioniert. Aus einem YouTube-Projekt ist eine eigenständige Medienmarke und schließlich ein veritables Unternehmen gewachsen – eine Bildungsplattform für Finanzthemen mit zahlreichen Tools und Produkten, unabhängig von Verlag, Sender oder Investor und losgelöst von den Mechanismen klassischer Redaktionen. 

Umso bemerkenswerter wirkt der nächste Schritt: der Aufbau einer eigenen Wirtschaftsredaktion, die sich auf Newsprodukte spezialisiert. Warum? Und warum ausgerechnet jetzt?

Wie zwei Freunde eine Nische finden und daraus ein Geschäft machen

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Marvin Schade
Marvin Schadehttps://medieninsider.com
Marvin ist Co-Gründer und Founding Editor von Medieninsider und hat sich damit einen kleinen Traum erfüllt. Vor der Gründung war er mehrere Jahre für den Branchendienst Meedia in Hamburg und Berlin tätig, arbeitete kurz beim Focus Magazin und zuletzt für Gabor Steingarts Morning Briefing.

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