Junge in den ARD-Gremien: So viele Bewerber gibt es für den SWR-Rundfunkrat

Die Politik in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz will einen Generationenabriss im SWR-Rundfunkrat verhindern. Derzeit läuft in den Landtagen die Vergabe von drei Sitzen für Unter-30-Jährige. Politische Proporz-Besetzungen nicht ausgeschlossen.

Das Novum beginnt im September, wenn sich der Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) für die neue Amtsperiode konstituiert. Er wird dann mindestens drei Mitglieder haben, die unter 30 Jahre alt sind. So viele wie nie zuvor. Aktuell ist dort nur eine einzige junge Stimme vertreten. In allen Gremien, die die Programme der öffentlich-rechtlichen Sender kontrollieren, sind es derzeit lediglich acht aus dieser Altersgruppe, wie Medieninsider kürzlich berichtete.

Es ist kein Zufall, dass beim SWR Jüngere im Rundfunkrat künftig mehr Gehör erhalten. Das ist von der Politik in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gewollt, die für den Sender zuständig ist. Sie änderte den SWR-Staatsvertrag so, dass es bei der Programmaufsicht über die Rundfunkanstalt drei feste Sitze für Unter-30-Jährige gibt. Die restlichen 54 Plätze gehen an gesellschaftliche Verbände und Organisationen, Kirchen und die Politik. Aber auch für sie gilt: bei der Auswahl ihrer Rundfunkratsvertreter ist „auf einen ausgewogenen Altersdurchschnitt zu achten“.

Welche drei jungen Erwachsenen die festen Sitze erhalten, soll noch vor der Sommerpause entschieden werden. Das ist nun Sache der Landtage: in Baden-Württemberg geht es um zwei Sitze, in Rheinland-Pfalz um einen. Beide Parlamente hatten Ende Februar öffentliche Ausschreibungen gestartet. Ende Mai lief die Frist ab. Überraschend ist, wie die Resonanz ausfiel. Medieninsider kennt die Bewerberzahlen.

Werde jetzt Mitglied und lies unbegrenzt weiter

  • sofortiger Zugriff auf alle unsere exklusiven Artikel und den wöchentlichen Lese-Letter
  • Teilnahme an allen digitalen Veranstaltungen sowie Zugriff auf vergünstigte Tickets für Seminare und Netzwerk-Events
  • Dieses Angebot berechtigt nicht zur Nutzung der Artikel in Pressespiegeln.
  • Nutzungslizenzen

Wenn dich nur ein Artikel interessiert, kannst du diesen auch ohne Mitgliedschaft lesen

  • Du kannst einen Artikel pro Einkauf lesen
  • keine automatische Verlängerung, keine Mitgliedschaft
  • keine Teilnahme an Medieninsider-Events
  • Dieses Angebot berechtigt nicht zur Nutzung der Artikel in Pressespiegeln.
  • Nutzungslizenzen
879 Netto / pro Jahr für Deutschland

Unsere Zugänge sind personalisiert. Als Unternehmen kannst du einzelne Zugänge für deine Mitarbeiter organisieren.

Unternehmen bieten wir die Möglichkeit, Corporate-Mitgliedschaften abzuschließen. Darüber erhalten mehrere Nutzer einen eigenen Accout, die Verwaltung und Abrechnung laufen über einen zentralen Zugang. Die Vorteile:

  • Erwirb für Mitarbeiter deines Unternehmens Lizenzen für eine rechtssichere Nutzung
  • Zentrale Verwaltung der Nutzer durch einen Benutzer
  • Eine Rechnung pro Jahr für alle Lizenzen zusammen
  • Rabatte auf Workshops und weitere Events
  • Dieses Angebot berechtigt nicht zur Nutzung der Artikel in den Pressespiegeln.
  • Nutzungslizenzen

Wenn dir der Artikel gefällt, dann teile ihn in sozialen Netzwerken, aber nicht als PDF innerhalb deiner Organisation. Dafür ist eine Lizenz notwendig.

[td_block_21 category_id="_related_tag" limit="3" m16f_title_font_weight="800" custom_title="Mehr zum Thema" block_template_id="td_block_template_8" header_text_color="#1c1463"]
Volker Nünning
Volker Nünning
Volker Nünning ist freiberuflich von Bonn aus als Medienjournalist aktiv. Von 2005 bis Ende 2021 war er Redakteur der eingestellten Fachzeitschrift „Medienkorrespondenz“. Seine Themen: Öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunk, Medienpolitik sowie Medienaufsicht.

DEINE MEINUNG IST GEFRAGT

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Hier Namen eintragen