Nach Judy S. droht Bild-Chefin Marion Horn mit „harten Konsequenzen“

Bei einer Mitarbeiterversammlung macht Bild-Chefin Marion Horn Knallhart-Ansagen, die bei Mitarbeitern bedrohlich ankommen. Groß ist auch die Verwunderung darüber, wie sie sich zur Causa Judy S. geäußert hat.

Warum das wichtig ist: Mit dem Fall Judy S. leistete sich Bild kürzlich den größten Skandal in der jüngeren Geschichte des Boulevardtitels. Dabei berichtete Bild über Vorwürfe gegenüber einer Polizistin, die als trans Frau zwei Kollegen sexuell missbraucht haben sollte. Alles stellte sich als falsch heraus. Bild veröffentlichte wiederholt Richtigstellungen, zahlte in einem außergerichtlichen Vergleichs 150.000 Euro Entschädigung an Judy S. 

  • In der Causa Judy S. geriet auch Chefredakteurin Marion Horn in die Kritik. Ihre Entschuldigung bei Linkedin verknüpfte sie mit einem Verweis auf den Erfolg von Bild beim Zitateranking, was in keinem Zusammenhang mit dem Fall stand und ihre Erklärung unglaubwürdig und taktlos erscheinen ließ.
  • Trotz zahlreicher Ankündigungen ist unklar, welche Konsequenzen Bild aus dem Fall gezogen hat. Unbekannt ist auch, ob und wie Bild die Causa intern seriös aufgearbeitet hat. 

Hinter den Kulissen: Bei der Mitarbeiterversammlung am Montag, bei der Marion Horn im Zusammenhang mit dem Tod von Margot Friedländer bereits für einen Eklat gesorgt hatte, ging es auch wieder um den Fall Judy S. Es war seither der erste Auftritt der Chefredakteurin vor einer großen Anzahl von Mitarbeitern, Hunderte aus Redaktion und Verlag hörten zu. Dabei soll sich Horn erneut mehrfach unpassend ausgedrückt und Mitarbeitern gedroht haben, wie mehrere Mitarbeiter gegenüber Medieninsider bestätigen. 

Details: Wie sich Horn über die Causa Judy S. geäußert hat und was Mitarbeitern daran missfällt 

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Marvin Schade
Marvin Schadehttps://medieninsider.com
Marvin ist Co-Gründer und Founding Editor von Medieninsider und hat sich damit einen kleinen Traum erfüllt. Vor der Gründung war er mehrere Jahre für den Branchendienst Meedia in Hamburg und Berlin tätig, arbeitete kurz beim Focus Magazin und zuletzt für Gabor Steingarts Morning Briefing.

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