Der Daily Telegraph gehört ab sofort auch ganz offiziell zu Springer. Mit dem konservativen Titel hat Konzernchef Mathias Döpfner viel vor – vor allem in den USA. Vorbild könnte dabei ausgerechnet der liberale Guardian sein.
Auch wenn die Vertäfelung im Presseclub des Berliner Springer-Hochhauses aus den ehemaligen Büros der altehrwürdigen Londoner Times stammt: Die Zeitung, hinter der Deutschlands internationalstes Pressehaus immer her war, ist der Daily Telegraph. Im Juni konnte Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner „mission accomplished“ melden. Der Daily Telegraph und seine Schwesterpublikation Sunday Telegraph gehören nach der Zustimmung diverser Wettbewerbsbehörden jetzt auch ganz offiziell zu Springer.
Seit Ende Juni führt Carolin Hulshoff Pol als neue CEO die Geschäfte in der 111 Buckingham Palace Road, London, SW1W 0DT. Zuvor hatte das Springer-Gewächs – Hulshoff Pol hatte ihre Karriere 1997 mit der Ausbildung zur Verlagskauffrau im Konzern begonnen – schon die Welt– und zuletzt die Bild-Gruppe des Konzerns geleitet.
Kurs Vereinigte Staaten
Doch London scheint nur ein Zwischenstopp in den kühnen Plänen des Springer-Chefs zu sein. Döpfners Ambition ist schließlich, mit Springer zu einem der wichtigsten Medienhäuser in den USA aufzusteigen. Der traditionell konservative Telegraph könnte jetzt zu einem wichtigen Baustein dieser Vision werden.
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