Der Spiegel kämpft mit schrumpfenden Werbeerlösen und stagnierenden Digital-Abos. Sein neues Management hat nun einen Plan entworfen, um Schlimmeres zu verhindern. Das dazugehörige Papier wirft allerdings mehr Fragen auf, als es beantwortet.
Ende vergangenen Jahres stellte CEO Thomas Hass seine Geschäftsführung neu auf. Das nun vierköpfige Gremium erbat sich das, was derzeit am kostbarsten ist: Zeit. Man brauche 100 Tage, um sich neu zu sortieren, den Standort zu bestimmen und eine Richtung zu erarbeiten. Diese soll aufzeigen, wohin die Gruppe nach dem Abschied des prägenden Co-Geschäftsführers Stefan Ottlitz steuert.
Nun, etwa fünf Monate später, sind die ersten Etappen genommen:
- Die Geschäftsführung wird demnächst um ein weiteres Mitglied erweitert. Mit Christian Heise als CSTO, zuständig für die „Verzahnung von Strategie und Technologie“, wird das Management dann aus fünf Köpfen bestehen. Neben CEO Thomas Hass sind das Chief Operating Officer Jennifer Lachman, Produktchef Christoph Zimmer und Personalchefin Martina Hoyer.
- Ein millionenschweres Sparprogramm wurde angekündigt – auch wenn die Details unklar sind.
- Anfang des Monats hat die Spiegel-Führung weitere Pläne vorgestellt. Dabei geht es nicht nur um Einsparungen, sondern auch um Wachstumspotenziale. Dafür wird die bisherige Strategie erweitert.
Recherchen von Medieninsider zeigen: Die internen Reaktionen auf die Pläne fallen gemischt aus. Die nun präsentierte Spiegel-Strategie geht zwar in die Breite, bleibt an vielen Stellen aber oberflächlich. „Auch wenn es dürftig bleibt: Immerhin wurde nun mal ein Aufschlag vorgelegt“, sagt ein Mitarbeiter.
Medieninsider liegt das dazugehörige sechsseitige Papier vor. Wir haben die wichtigsten Aspekte herausgearbeitet und Spiegel-Produktchef Christoph Zimmer um Einordnung gebeten.
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