Eine niederländische Produktionsfirma reißt ZDF Studios in die Verlustzone. Das bekommt auch die öffentlich-rechtliche Anstalt zu spüren. Die gesamte Investition wirft Fragen auf.
Als 2021 die Netflix-Dokumentation My Octopus Teacher (Mein Lehrer, der Krake) den Oscar erhält, ist das auch am Mainzer Lerchenberg ein Grund zur Freude. Die preisgekrönte Produktion stammt von der niederländischen Firma Off the Fence (OTF), die sich zu diesem Zeitpunkt vollständig im Besitz der ZDF-Tochter ZDF Studios befindet. Nur etwas mehr als zwei Jahre nach der Übernahme kann sich ZDF Studios in seiner Strategie bestätigt fühlen: Zu einem internationalen Player im Non-Fiction-Markt aufzusteigen. Doch von Glanz und Glamour kann keine Rede mehr sein.
Off the Fence, das so viel heißt wie ‘sich festlegen’, erinnert beim ZDF und bei ZDF Studios nicht mehr an einen strahlenden Hollywood-Erfolg, sondern steht inzwischen für ein finanzielles Desaster. Nach Informationen von Medieninsider hat ZDF Studios 2024 einen zweistelligen Millionenverlust verbucht. Der Grund: Die wirtschaftliche Schieflage von Off the Fence – der einstige Erfolgsproduzent mit Sitz in Amsterdam ist insolvent. Wie konnte es so weit kommen – und wieso wirkt sich der Vorgang in großem Stil auf ZDF Studios aus?
Recherchen von Medieninsider zeigen auf, wie das Unternehmen in die Schieflage geriet. Anhand interner Unterlagen, Protokollen und Jahresabschlüssen lässt sich die Abwärtsspirale nachzeichnen. Der Insolvenzfall wirft grundsätzliche Fragen nach Kontrolle, Verantwortung und Risikosteuerung bei ZDF Studios und beim ZDF selbst auf. Denn Antworten von ZDF Studios auf Nachfragen offenbaren Widersprüche.
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