Während Co-CEO Christian Schmalzl seinen Abschied ankündigt, zieht Udo Müller bei Ströer die Zügel an. Dabei sorgt nicht nur eine neue Anwesenheitspflicht für Verstörung.
Bei Ströer gilt normalerweise: Entscheidungen werden getroffen, umgesetzt – und intern gehalten. Das sollte auch für die Nachrichten gelten, die das Management in der vergangenen Woche verkündet hat – und die Kritik daran. Doch auch beim Vermarktungs- und Publishing-Riesen zeigt sich: Keine Regel ohne Ausnahme. Seit Tagen üben Mitarbeiter Protest nicht nur hinter der vorgehaltenen Hand, sondern auch im Netz – gegen die neuen Anwesenheitspflichten, über die Konzern-CEO Udo Müller sowie Führungskräfte in einzelnen Runden informierten.
Der oberste Manager des Hauses, zugleich Hauptaktionär des MDax-Konzerns, verpflichtet wieder zu fünf Tagen Anwesenheit im Büro – Ausnahmen gibt es nur noch nach umständlichem Procedere. Zwar folgt Ströer mit der Rückkehr ins Büro einem allgemeinen Trend. Intern wird hinter der Maßnahme ein strategisches Kalkül vermutet. Und eine Machtfrage, die weit über Office-Regeln hinausreicht.
„Team First bei Ströer – ein Team ist mehr als die Summe seiner Teile“
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