Claudius Senst wird CEO von Bild und Welt – Reichelt und Würzbach scheiden aus Geschäftsführung aus

Claudius Senst wird zum 1. Juli Chief Executive Officer (CEO) der Bild– und Welt-Gruppe. In dieser neu geschaffenen Position wird der 35-Jährige direkt an Springer-Vorstand Jan Bayer berichten. Das gab der Konzern in einer Pressemitteilung bekannt.

Sensts Position wird damit zwischen der Vorstandsebene sowie den Geschäftsführungen von Bild und Welt aufgehängt.

Die Personalie hat weitere Folgen auf operativer Ebene – zumindest bei Bild.

Senst zieht in Bild-Management ein, Reichelt scheidet aus

So wird Senst auch formell in die Geschäftsführung von Bild einziehen. Chefredakteur Julian Reichelt, zuletzt Sprecher der Geschäftsführung, scheidet aus dem Management aus. Entsprechende Informationen hat der Konzern gegenüber Medieninsider bestätigt.

Reichelt und Alexandra Würzbach, die kürzlich zur gleichberechtigten Chefredakteurin ernannt wurde und damit ebenfalls in die Geschäftsführung einziehen sollte, werden sich künftig wieder auf die publizistische Ausrichtung der Bild-Medien konzentrieren.

Neben Senst wird Carolin Hulshof-Pol weiterhin der Geschäftsführung angehören.

In der blauen Gruppe hat die Umstellung keine weiteren Auswirkungen. Chefredakteur Ulf Poschardt bleibt sowohl Mitglied als auch Sprecher der Welt-Geschäftsführung, wird in seiner Management-Rolle aber an Senst und nicht mehr direkt an den Vorstand berichten.

Senst bleibt US-Tochter Insider verbunden

Für Senst bedeutet die neue Position eine Rückkehr nach Berlin. In den vergangenen Jahren war der Medienmanager als COO für die US-Tochter Insider (Business Insider) in New York tätig, baute dort vor allem das Premium-Segment rund um das digitale Bezahlangebot der Marke aus.

Insider bleibt er weiterhin als Mitglied im Directors-Board verbunden, zusätzlich bleibt er Mitglied im Board von Morning Brew. Insider hatte das US-Unternehmen erst kürzlich für 75 Millionen US-Dollar übernommen.

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INSIGHT #2

Berichte, Analysen, Wortlautprotokolle: Alle Medieninsider-Artikel zur Causa Reichelt in einem Dossier auf 68 Seiten.

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