ZDF-Fernsehrat: Gerda Hasselfeldt zur Vorsitzenden gewählt

Der ZDF-Fernsehrat hat eine neue Vorsitzende: Gerade Hasselfeldt wurde in geheimer Wahl mit 49 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen ins Amt berufen, wie der öffentlich-rechtliche Sender mitteilt. Die Diplom-Volkswirtin ist als Vertreterin des Deutschen Roten Kreuzes seit 2019 Mitglied des Gremiums. Seit 2022 war sie bereits Stellvertretende Vorsitzende. Nun tritt sie die Nachfolge von Marlehn Thieme an.

Hasselfeldt wurde am 7. Juli 1950 in Straubing geboren. Von 1987 bis zur Bundestagswahl im Herbst 2017 gehörte sie als CSU-Politikerin dem Deutschen Bundestag an. Während ihrer politischen Karriere war sie von 1989 bis 1991 Bundesministerin für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau sowie von 1991 bis 1992 Bundesgesundheitsministerin. Von 2005 bis 2011 war sie Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Seit Dezember 2017 ist sie Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes.

Der Fernsehrat hat 60 Mitglieder, die aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen kommen. Zu seinen Aufgaben gehört die Überwachung des Programms, die Genehmigung des vom Verwaltungsrat beschlossenen Haushalts und die Wahl des Intendanten.

Erste Stellvertreterin von Hasselfeldt ist Katrin Kroemer, zu weiteren Stellvertretern wurden Christoph Becker und Claudia Conen gewählt. Ihre Amtszeit als Präsidium beträgt nun zwei Jahre, die des Fernsehrats vier Jahre.

Weitere Artikel von Medieninsider

► Ex-ZDF-Chefredakteur Peter Frey wird Medienkolumnist beim Deutschlandfunk

► Shakuntala Banerjee wird Leiterin der Politik-Hauptredaktion des ZDF, Wulf Schmiese folgt auf sie als Leiter des Hauptstadtstudios

► Umstrittenes Lobbybüro: ARD-Chef Gniffke will hochdotierten Vertrag verlängern

Keine Personalie mehr verpassen und kostenlos den Newsletter von Medieninsider abonnieren oder direkt Mitglied werden.

Pressespiegel-Streit eskaliert: Auch die DPA geht gegen die PMG vor

0
Die Deutsche Presse-Agentur wirft der PMG Presse-Monitor die unrechtmäßige Zweitverwertung ihrer Inhalte vor. Der Pressespiegel-Ersteller sieht sich nicht zuständig – und „wälzt“ die Verantwortung auf die gemeinsamen Verlagskunden ab.
Lese-Letter Marvin Schade

Von einem anderen Stern

0
Diese Woche im Lese-Letter: Glück für den Stern, Sparzwang beim Spiegel. Gniffke baut um, der BDZV verliert weiter Mitglieder – und wir probieren etwas Neues im Newsletter.

Austritt in Bayern: BDZV verliert weiteres Verlagsmitglied 

0
Beim Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger steht der nächste Abgang an. Nach Informationen von Medieninsider hat ein bayerischer Verlag seine Mitgliedschaft gekündigt. Der Schritt verstärkt in Verbandskreisen die Unruhe.

Sparprogramm beim Spiegel

0
Im November stellte sich die Spiegel-Geschäftsführung überraschend neu auf. Das Führungsteam um CEO Thomas Hass erbat sich eine Schonfrist. Sie endet nun mit einem millionenschweren Sparprogramm.

Umbau im SWR: Was noch für Ärger sorgen kann 

0
Beim Südwestrundfunk sollen die Direktionen reduziert werden. Dabei sollen zwei Amtsträger ausscheiden, obwohl ihre Verträge noch bis 2028 laufen. Damit drohen kostspielige Gehaltsfortzahlungen ohne entsprechende Gegenleistung. 
error: Kopiergeschützt, weil uns das Raubkopieren von ganzen Texten schadet