Judith Basad, die Wokeness – und Attention

Die Journalistin und Publizistin Judith Sevinç Basad verlässt Bild, weil sie sich und ihre Werte vom Axel-Springer-Konzern nicht mehr vertreten sehe. Mehr noch: Sie erhebt einen schweren Vorwurf gegen die eigene Redaktion: Dort sei ein Artikel von ihr „verhindert“ worden. Axel Springer widerspricht.

Dass auf die Veröffentlichung des umstrittenen Gastbeitrags der Welt ein Vorwurf der Cancel-Culture folgt, ist ein bemerkenswerter Vorgang. Erhoben wird dieser nun öffentlichkeitswirksam von Judith Sevinç Basad. Sie sagt, sie sei von einer Veröffentlichung abgehalten worden.

Der betroffene Artikel hat mit dem zuvor in der Welt erschienenen Gastbeitrag zu tun gehabt. Dieser schlug hohe Wellen. Fünf Gastautoren hatten darin eine „Transgender-Ideologie“ der öffentlich-rechtlichen Medien angeprangert. Der Text wurde von Kritikern als queer- und transfeindlich eingestuft.

Basad, die unter Ex-Chefredakteur Julian Reichelt zu Bild kam, sich hauptsächlich mit der so genannten Wokeness-Bewegung befasst und auch ein Buch darüber geschrieben hat, hatte nach Erscheinen des Artikels vorgeschlagen, das Thema für Bild aufzugreifen. Die Konsequenzen des Welt-Beitrags waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar, wohl aber wurde über den Artikel bereits heftig diskutiert. Sie bekam den Zuschlag – von Chefredakteur Johannes Boie persönlich. Erschienen ist er danach nicht.

Basad behauptet, ihr Artikel sei „verhindert“ worden. „Mir wurde gesagt, dass ich den Wissenschaftler-Aufruf kritisieren sollte, ansonsten würde der Artikel nicht erscheinen“, schreibt sie in ihrem Blog. Von wem? Das erklärt sie nicht. Auch nicht, um was für eine Art von Text es sich handelte.

Was Bild und Basad zum Vorfall sagen

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