Zurück ins Lokale

Ausgabe #23/21

Hallo Medieninsider!

Schön, dass du dabei bist! Was dich in dieser Woche im Lese-Letter unter anderem erwartet:

Schön, dass du dabei bist! Was dich in dieser Woche im Lese-Letter unter anderem erwartet:

► Was Demoskopen und Redaktionen zu massiven Unterschieden zwischen Wahlumfragen und Ergebnis in Sachsen-Anhalt sagen

► Wie Redakteure mit der Suche nach dem „Sweet Spot“ ihre Themen besser auswählen können

► Welche Kriterien Nutzer erfüllen müssen, um Super Follows bei Twitter verkaufen zu können

► Wie die Dallas Morning News verlorene Verbreitungsgebiete zurückzuerobern versucht

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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: die „Niederlage der Demoskopen“ – und der Medien

Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt hat das große Wundenlecken begonnen. Nicht bei den Parteien, sondern allen voran bei den Demoskopen. 

► Insa-Chef Hermann Binkert gab ein Interview bei Übermedien

► Forsa-Chef Manfred Güllner trat in der FAZ auf

► Und auch gegenüber Medieninsider äußerten sich Binkert, Forschungsgruppe-Wahlen-Chef Matthias Jung und das Umfrageunternehmen Civey

Es gibt viel Erklärungsbedarf. Denn ihre jüngsten Umfragen – mit Ausnahme von Forsa, das keine gemacht hat – wichen teils erheblich vom tatsächlichen Ergebnis der Landtagswahl ab. Vom viel prophezeiten „Kopf-an-Kopf-Rennen“ zwischen CDU und AfD, das sich aus den Zahlen von Insa und Civey ableitete, war nichts zu erkennen – über 16 Prozentpunkte lagen die Parteien letztlich auseinander. 

Wie ist das zu erklären und wer trägt die Verantwortung? Die fragenden Meinungsforschungsinstitute oder die interpretierenden Berichterstatter? Die Antwort: natürlich bei beiden Seiten. 

Was die Demoskopen den Medien – und anders herum – vorwerfen und welche Erkenntnisse sie aus der vergangenen Wahl ziehen, kannst du als Medieninsider hier nachlesen


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Aufgabe eines jeden Redakteurs: Finde den „Sweet Spot“

Die Zeiten, in denen sich Redakteure bei der Themenauswahl ausschließlich auf ihren Instinkt verlassen konnten, sind vorbei. Heute sind vermehrt Wissen über und mehr Verständnis für den Kunden erforderlich. Gleichzeitig sind kommerzielle Aspekte, wie die Kundenakquise und -bindung auf digitalen Kanälen, nicht mehr nur in Vertriebsabteilungen beheimatet. Kolumnist Dietmar Schantin meint: Es gilt, den richtigen Mix aus verschiedenen Aspekten und Informationsquellen für redaktionelle Entscheidungen zu finden – den „Sweet Spot“.

In seiner Kolumne nennt und beschreibt er die vier Kategorien, aus denen sich der wichtige Überschneidungspunkt ergibt – und die jeder Redakteur kennen sollte. Den Artikel kannst du als Medieninsider hier lesen


Mehr News & Entdeckungen aus der Woche

zusammengetragen von Florian Boldt

Madsack übernimmt Mehrheit an Kieler Nachrichten

Madsack hält künftig 50 Prozent plus eine Stimme an den Kieler Nachrichten und der Segeberger Zeitung. Bisher besaß der Verlag 49 Prozent der Anteile an der KN-Gruppe, die Mehrheit lag bei Verlegerfamilie Heinrich. Zugleich wollen Madsack und die KN-Gruppe ihre Zusammenarbeit unter anderem in der Produktentwicklung, der Vermarktung und im kaufmännischen Bereich vertiefen. Durch die Übernahme der Mehrheit entsteht auch weiteres Synergiepotenzial. Hier kannst du die Pressemitteilung nachlesen.

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Bundeskartellamt untersucht Google-News-Showcase

Das Bundeskartellamt hat nach einer Beschwerde der Verwertungsgesellschaft Corint Media ein Verfahren gegen das Google-News-Produkt Showcase eingeleitet. Mit dem im Oktober 2020 in Deutschland gestarteten Programm will Google Verlagen helfen, Inhalte prominenter zu platzieren. 20 Verlage – unter anderem Burda, Funke und der Tagesspiegel – beteiligen sich derzeit daran. Im Gegenzug zahlt Google den Verlagen Lizenzgebühren. Das Bundeskartellamt prüft nun, ob es damit zu einer Diskriminierung anderer Medienhäuser oder konkurrierender News-Angebote kommt. Zuvor hatten die Wettbewerbshüter bereits Verfahren gegen Google eingeleitet, um die Marktmacht und die rechtmäßige Datenverarbeitung zu überprüfen. Die Mitteilung des Bundeskartellamtes findest du hier.

Corint Media und Upday erneuern Lizenzvereinbarung

Die Verwertungsgesellschaft Corint Media und der News-Aggregator Upday haben eine neue Lizenzvereinbarung abgeschlossen. Der neue Vertrag basiert auf dem neuen Leistungsschutzrecht für Presseverlage, das am 7. Juni in Kraft getreten ist. Upday überweist damit künftig bis zu 11 Prozent seiner Umsätze aus dem Aggregatoren-Geschäft an Corint, die das Geld an die Verlage verteilen soll. Darüber hinaus will der Springer-Verlag individuelle Verträge mit Medienhäusern treffen, die der Corint Media nicht angehören. Hier findest du die Pressemitteilung von Axel Springer, hier die von Corint Media.

Twitter arbeitet an Super Follows für prominente User

Twitter steht offenbar kurz vor dem Launch der Super Follow-Funktion. Damit können Nutzer andere Twitter-User nach dem Prinzip Patreon oder OnlyFans finanziell unterstützen. Zahlende Abonnenten erhalten dann Zugriff auf Zusatz-Inhalte wie Newsletter oder exklusive Tweets. Die Super Follow-Funktion soll allerdings nur Usern offen stehen, die mindestens 18 Jahre alt sind, in den vergangenen 30 Tagen mindestens 25 Tweets verfasst und mindestens 10.000 Follower haben. Die Tests hat die Reverse-Engineer-Expertin Jane Manchun Wong entdeckt, die schon die finalen Tests von Twitter Blue kurz vor dem Start der Funktion öffentlich machte. Ihren Tweet findest du hier. Weitere Hintergründe liefert dir The Verge.

Aus dem Personalticker:

► Pinar Atalay wechselt vom NDR zu RTL

Spiegel macht Özlem Topçu und Katrin Kuntz zu Ausland-Vizes


Medieninsider sucht freie Mitarbeiter

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🤔 Vor lauter Freude vergisst du eine Sache aber nicht: den kritischen Gedanken bei allem, was sich in den Medien tut.

💡 Du interessierst dich nicht nur für publizistische Medienkritik, sondern auch für Geschäftsmodelle, medienpolitische Rahmenbedingungen und/oder Technologien.

👂 Du verfügst über ein eigenes Netzwerk in der Medienszene und benutzt es auch gerne. 

💪 Du nimmst nicht nur Aufträge entgegen, sondern bringst selbst Ideen ein. Dabei achtest du auf eigene Ansätze oder exklusive Informationen. 

🤓 Du bist flexibel und versuchst, Themen zügig umzusetzen

Wenn du direkt an jemanden denken musstest, der hier passen könnte, dann leite die Mail direkt weiter! 


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Lesetipp

Viele Regionalmedien teilen ein gemeinsames Schicksal: Sie schließen ihre Außenredaktionen, wo insgesamt jedoch die meisten ihrer Leser sitzen. Der Rückzug aus der Fläche und die Konzentration aufs Regionale statt aufs Lokale sparen Geld, kosten aber Leser. Hyperlokale Newsletter ermöglichen nun, aufgegebenes Gebiet langsam zurückzuerobern. 

Redaktionen setzen mittlerweile auf die einfachen technischen Möglichkeiten, mit denen sich hyperlokale Newsletter bauen lassen. Und die Dallas Morning News aus Texas hat nun ihre Herangehensweise und Erfahrungen geteilt: 

► In Zusammenarbeit zwischen Redaktion und Marketing wurden 10 Gemeinden definiert, für die freie Reporter engagiert worden sind. Ihr Auftrag: Originale Berichterstattung aus den Kommunen und Aggregation.

► Ihre Themen: Restauranteröffnungen und -schließungen, Stadt- und Schulbezirksnachrichten, Blaulicht, Wahlen, Freizeitangebote.

► Ein fest angestellter Redakteur übernahm die interne und externe Koordination, bekam klare Zielvorgaben für Abo-Entwicklung, Öffnungs- und Klickraten.

► Von der Produktentwicklung eingebunden wurden auch Marketing- und Vermarktungsabteilung. 

► Jeder Newsletter bekam einen eigenen Businessplan, vierteljährlich wurde die Entwicklung analysiert, Pläne angepasst.

► Die Newsletter wurden spezifisch beworben, bekamen eigene Webpräsenzen, um einfach und schnell von Nutzern abonniert zu werden.

Die Dallas Morning News haben mit ihrem Newsletter-Konzept das Rad nicht neu erfunden, ihr Q&A für betternews.org ist aber eine nützliche Checkliste für jeden Publisher, der seine Regionalaktivitäten nicht mehr nur zurückfahren, sondern wieder aufbauen will. Du findest den Artikel hier


Viele Grüße sendet dir 

Marvin

Marvin Schade
Marvin Schadehttps://medieninsider.com
Marvin ist Co-Gründer und Founding Editor von Medieninsider und hat sich damit einen kleinen Traum erfüllt. Vor der Gründung war er mehrere Jahre für den Branchendienst Meedia in Hamburg und Berlin tätig, arbeitete kurz beim Focus Magazin und zuletzt für Gabor Steingarts Morning Briefing.

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